Stefan Hallberg

Es ist mir einfach nicht möglich, mich in meiner Arbeit auf eine Sache festzulegen.
Als ich in 70er Jahren anfing professionell Musik zu machen, blieb ich zunächst irgendwie beim Schlager hängen, was mich zu Anfang doch etwas betrübte.
Aber dann . . . Wir hatten Mordsspaß, es war eine spannende Zeit. Die Plattenfirmen hatten noch Geld und zeigten es auch. Es gab viele Musiksendungen, in denen man sein neuestes Produkt präsentieren konnte und die Welt schien trotz aller Unordnung noch in Ordnung.
Dann fand ich Gefallen an der Malerei – genauer gesagt an Assemblagen, Materialbildern, die ich seit Mitte der 80er Jahre mache und in vielen Ausstellungen zeigen durfte. Auch heute stehe ich oft Wochenlang in meiner Werkstatt, um neue Ausstellungen vorzubereiten.
Ein paar Jahre lang schrieb und produzierte ich Musik in Argentinien. Da war es eher Popmusik. Auch das Musical der Schimmelreiter entstand dort. Das war dort ein Leben in der Achterbahn, mit all den Emotionen, die so eine Fahrt mit sich bringt. Einfach toll.
Gedichte schreib ich schon seit mehr als 30 Jahren. An einen Roman hab ich mich bisher nur einmal getraut. „Fluchtpunkt Buenos Aires“, eine lebensnahe Geschichte mit autobiographischen Zügen, die hauptsächlich über das wunderbar krachende Leben in und um Buenos Aires erzählt.

Immer schon hab ich fotografiert. Und jetzt im Zeitalter digitaler Datenverarbeitung, wo man nicht mehr gezwungen ist einen Beutel voller Filme mit sich herumzuschleppen, wächst das Archiv etwas rasanter. Meine erste Fotoausstellung hatte ich 1992 mit Fotos aus der ehemaligen DDR.
Der Bogen schließt sich mit der Musik, die ich heute mache. Auf Lesungen aus meinem Gedichtband „Tageslichter“ sind es Lieder, wie man sie auf den CDs „Spagat“ oder „Die Zeit ist jetzt“ hören kann.
Schauen Sie sich um auf meiner Seite. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei.

 

Stefan Hallberg